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| Heilwasser und Salz prägen die Stadt |
Rastenberg liegt am Südwesthand der Finne, etwa 26
km nördlich der Kulturstadt Weimar.
Dort wo die Lossa, die in die Unstrut mündet, die Finne verläßt, entstand
unter dem Schutz der Raspeburg die Burg und Klostersiedlung Rastenberg.
Mit den Ortsteilen Bachra, Schafau, Rothenberga und Roldisleben hat die
Stadt 3.037 Einwohner.
Sichelförmig, im Norden und Osten vom Bergwald der
Finne, im Westen und Süden von den Hochflächen des innerthüringischen
Keuperbeckens umgeben, ist die Lage Rastenbergs als ausgesprochene Nestlage
zu bezeichnen. Hinsichtlich der Höhenlage Rastenbergs in 200 bis 300 m
über dem Meeresspiegel ist das Städtchen gegenüber der Ebene bevorzugt;
außerdem ist auch seine lokalklimatische Lage am Südwesthang der Finne,
deren Wälder den Ort z.T. vor den rauhen Nord- und Nordostwinden schützen,
sehr günstig.
Rastenberg hat eine Reihe von klimatischen Vorzügen
aufzuweisen: eine hohe Jahreswärme, eine niedrige jährliche Niederschlagssumme,
eine geringe Zahl von Niederschlagstagen, niedrige Windstärken infolge
seiner geschützten Lage; dazu kommen seine landschaftlichen Reize am Hang
der Finne. Die höchsten Erhebungen im Norden, die Mühlenberge, erreichen
311 m über dem Meeresspiegel.
Vor- und frühgeschichtliche Funde zeuge davon, daß
diese Gebiet bereits seit der Steinzeit besiedelt ist. Es wird vermutet,
daß in der Periode der Verbreitung des Christentums am Südfluß des Kapellenberges
von Mönchen eine dem Frankenapostel Kilian geweihte Kapelle und ein Kloster
errichtet wurden, von denen sich der Name des Berges, aber auch andere
Flurnamen des Ortes ableiten. |
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Im Jahre 1070 wird Rastenberg erstmals urkundlich
erwähnt. In diese Zeit fällt vermutlich der Bau der Raspeburg (1070-1078)
durch die Wettiner zur Stadt erhoben wird. Um die Erbauer der Burg gibt
es widersprüchliche Angaben; es ist anzunehmen, daß es die Söhne Ludwigs
des Bärtigen, Ludwig der Springer oder dessen Bruder Heinrich Raspe, waren.
Die Burg lag nahe der "Via Regia", der Handelsstraße Erfurt - Naumburg,
und stand um 1313 im Ruf einer Raubritterburg. Sie wurde deshalb 1321
durch Friedrich I. (Friedrich der Gebissene), mit Hilfe der Mühlhäuser und Erfurter Kaufleute
zerstört. In der Blütezeit der Burg existierte auch ein Nonnenkloster,
das jedoch in der Reformationszeit aufgelöst wurde.
Am 28. Oktober 1464 bekam Rastenberg von den Söhnen
des sächsischen Kurfürsten Friedrich der Sanftmütige, Ernst und Albrecht,
das Stadtrecht nochmals ausdrücklich bestätigt.
Die Stadt kann auf eine bewegte geschichtliche Vergangenheit
zurückblicken. Davon zeugen die historischen Teile der Stadtmauer
mit ihren Wehrtürmen und viele alte Gebäude.
1565 erfolgt der Bau des Rathauses,
das jedoch im Jahre 1663 niederbrannte. Im selben Jahr wurde es an gleicher Stelle
wieder errichtet. Noch heute kann man im Rathaus sehenswerte Wandmalereien aus der Geschichte Rastenbergs bewundern.
In dieser Zeit entstanden viele Gebäude, erfolgte die Gründung der Stadtschule
und einer Mädchenschule sowie der Bau des ältesten Patrizierhauses durch
den Amtvogt Thomas Raspe.
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